Tag 1 - Wie's losging ...

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Von Steppach aus fahren wir dann nun zu dritt mit den Bikes zum Augsburger Hauptbahnhof, wo uns hoffentlich schon Peter – unser vierter Mann – erwarten wird. Peter macht dann unsere Gruppe komplett. Auch Peter kenne ich schon seit langer Zeit. Zu meiner Ausbildungszeit hatten er, Jürgen und ich oft donnerstags Abends das Augsburger Cinemaxx besucht. Meist folgten dem Kinobesuch noch ausschweifende Besichtigungs- und Kontrolle-Touren des Augsburger Nachtlebens ;-) …

Egal … Es ist gegen 7 Uhr als wir vier schließlich im Zug Richtung Oberstdorf, dem „offiziellen“ Startpunkt unserer Tour sitzen.

Nach einem kurzem Zwischenstop beim bekannten „Alpenpapst“ Andy Heckmayer ging´s denn auch endlich für uns schon los: „Ab in die Alpen!“.

Und da liegen sie vor uns: die Alpen. Ein Steinklumpen mit 1.200 Kilometern Kanten-Länge und einer Breite zwischen 150 und 250 Kilometern … Doch die Zeit zum Philosophieren ist vorbei, nun ist strampeln angesagt … Erster markanter Angriffspunkt unserer Tour ist der Schrofenpass. Zunächst geht´s also einige Kilometer über Schotter und Asphalt, doch heißt es schon kurzer Zeit: Sattel hoch, Bikes „puckeln“. Und das schon mal bis auf eine Höhe von gut 1500 Metern. Boah, was läuft uns der Schweiß den Buckel runter … Also gönnen wir uns am Gipfel nur eine kleine Pause, denn es folgt schon der erste Downhill-Hammer: Runter nach Warth.

Dazu muss man wissen, daß sich echte Downhill-Erfahrungen in der Eifel kaum machen lassen und so lerne ich genau hier, daß beim Downhill-Fahren Schnelligkeit ganz klar ein hohes Maß an „Sicherheit“ bedeutet ...

In Warth angelangt geht´s sogleich über Lech nach Zürs weiter bis wir schließlich hinauf zum Arlberg-Pass müssen. Oben auf der Paßhöhe machen wir zwischen Horden von Motorradfahrern eine kurze Rast: Die ersten 50 Kilometer sind geschafft. - Nach einer kurzen Verschnaufpause fahren wir aber schon weiter – der nächste Downhill – runter nach St. Anton. Auf der Paß-Straße kam ich auf eine TopSpeed von 82 Kilometern in der Stunde und das Adrenalin durchschoss blitzartig meinen ganzen Körper. Leider hatte ich die Rechnung meiner erreichten Höchstgeschwindigkeit ohne Jürgen gemacht. Er war mit 86 Stundenkilometern doch glatt noch 4 Kilometer schneller … Aber das - lieber Jürgen - wird sich im nächsten Jahr ändern, versprochen!

In St. Anton angelangt liegen nun noch gut 30 Kilometer bis zu unserem Etappen-Ziel, der Heilbronner Hütte vor uns. Uns Vieren ist aber nach einer
Pause zumute und so entscheiden wir kurzfristig um und beenden unsere erste Etappe bereits an der Konstanzer Hütte. Hier sind wir um 18.30 Uhr angekommen und lassen es uns bei Pasta und Bier zunächst mal gut gehen. – Wie gut, das werden wir morgen Früh wissen …

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